Scham, Schuld & der Weg zurück - die Tiefe des Messie-Syndroms | mit Experte Wedigo von Wedel
Shownotes
“Schmeiß mich doch gleich mit weg.”
Sarah spricht mit Wedigo von Wedel, einem der erfahrensten Messie-Experten im deutschsprachigen Raum. Dieses Gespräch geht tiefer: Es geht darum, das Klischee aufzubröseln und darauf zu schauen, was wirklich in den Köpfen von Betroffenen vorgeht. Und warum echter Wandel Zeit braucht. Kein schnelles „So wird's besser", sondern ein ehrlicher Blick auf das, was wirklich hilft.
Hilfsangebote aus der Folge:
Kontakt zum H-TEAM e.V.: www.h-team-ev.de Direkter Kontakt zur Ambulanten Wohnraumhilfe: ambulant@h-team-ev.de Messie-Hilfe-Telefon: 089 – 550 64 890 (Di 9–12 Uhr, Do 15–18 Uhr)
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Transkript anzeigen
00:00:00: messig verknüpfen mit den Objekten soziale Bezüge, ob tatsächlich oder imaginär.
00:00:05: Oder kreative Pläne.
00:00:07: für die Betroffenen ist es häufig wirklich so dass eigentlich wenn sie mit sich alleine sind dann kommen diese Einsamkeits die Verlassenheitsgefühle Die Entbehrungen des Unerfüllte von menschlichsten Bedürfnissen kommt hoch und das ist eigentlich kaum ertragbar.
00:00:24: Und ich behauptet dass das Anhäufen von Plänen, Objekts und Dingen
00:00:39: Schmeiß mich doch mit weg.
00:00:41: Diesen Satz in der Formulierung oder auch in ähnlichen Norsen hat Vedigo von Wedel, in seiner beruflichen Laufbahn sehr häufig gehört.
00:00:52: Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten Betreuung, telefonischen Anhörung von Messy-Betroffenen und es heute zu Gast.
00:01:03: Und ich freue mich riesig dieses für mich das Gesicht im deutschsprachigen Raum, den Mund, das Ohr in diesem Bereich zu Gast zu haben.
00:01:14: Herzlich willkommen, Lidigo!
00:01:16: Danke schön.
00:01:17: Ich freue mich dass ich hier sein darf.
00:01:19: Magst du dich noch ein bisschen vorstellen?
00:01:20: Du hast so viele Titel, dass ich sie nicht auswendig lernen konnte.
00:01:24: Sind Sie jetzt auch nicht?
00:01:25: Nein meine Berufsbiografie ist vielleicht insofern... Ich habe Pädagogik studiert und war auch eine weile Grundschullehrer.
00:01:32: Hab dann aber auch in München dieses Projektverein H-Team kennengelernt.
00:01:37: Das hat mich sehr fasziniert weil die Ideen oder die Fragen, die damit verbunden waren, mich schon mein ganzes Leben begleiten.
00:01:44: Und ich fand das super spannend!
00:01:45: Und es hat fünfundneunzig voll überhaupt beruflich in diesen Verein eingestiegen und haben seitdem sogenannte aufsuchende Sozialarbeit gemacht, bei Menschen die Wohnschwierigkeiten hatten.
00:01:55: Und deren Wohnung aber auch vertraglich schon bedroht waren oder potenziell bedrohnt werden konnten.
00:02:04: Für was steht das H-in-H-Team?
00:02:06: Für Hilfe Helferinnen, Helfer!
00:02:09: Sehr schön.
00:02:09: Magst du kurz erzählen, ihr macht sehr viel in diesem Verein, was so die Bausteine sind.
00:02:17: Die Bausteine sind unser Thema, das ist die ambulante Wohnraumhilfe.
00:02:22: Das sind verschiedene Phasen, die da stattfinden.
00:02:24: Es ist eine aufsuchende Sozialarbeit.
00:02:27: bei diesen Wohnschwierigkeiten nenne ich es jetzt mal.
00:02:29: Dann haben wir aber auch Eingliederungshilfe für Erwachsene mit psychischen Erkrankungen.
00:02:35: Dann hat man ja eine schöne Beratung mit Insolvenzberatung und Rechtsberatungs- und Sozialberatungen, wo es sortiert wird.
00:02:44: was muss eigentlich zuerst angegangen werden oder sollte angegangen sein.
00:02:50: Dann haben wir einen sogenannten Betreuungsverein, wo für Erwachsene die ihre Geschäfte nicht mehr selber erledigen können vom Vormundschaftsgericht ein Betreuung bestellt wird.
00:03:02: und dann haben wir das auch noch für Minderjährige im Bereich der Vormannschaften.
00:03:06: Nicht nur für minderjährige Flüchtlingskinder sondern durch die Bank alle und damit verbunden auch Pflegschaften.
00:03:12: Das sind so die Kernpunkte unserer Fachabteilung.
00:03:16: Nennen möchte ich aber auch, wir haben ein Projekt Soziales trifft Kunst und Kultur wo wir regelmäßig Ausstellungen, Vorträge Musik usw.
00:03:24: anbieten.
00:03:24: Also
00:03:24: es darf auch Spaß machen?
00:03:25: Es darf
00:03:26: Spaß machen!
00:03:27: Und das bietet ja auch die Chance mal bei uns reinzuschnuppern und zu gucken was hinten ist für Leute.
00:03:33: Vielen Dank.
00:03:34: Und des Messiehilfe-Telefonen Entschuldigung?
00:03:36: Genau Das ist was ihr so hier im Raum München macht, was du gerade alles
00:03:41: aufgezählt
00:03:41: hast.
00:03:42: Genau!
00:03:42: Und dann gibt es noch das und das finde ich super spannend, das bundesweit einzige Messi-Hilfe-Telefon?
00:03:49: Ja...das kühngesagt.
00:03:51: ob das wirklich das Einzige ist kann ich natürlich nicht beschwören.
00:03:55: Es ist das, dass immer auftaucht wenn man danach sucht.
00:03:58: Genau beim googeln als erstes wahrscheinlich gefunden wird.
00:04:01: und was sich so höre ist es tatsächlich zumindest ob einmalig oder selten, seid hingestellt.
00:04:06: Weil ich bin der Meinung, es gibt auf jeden Fall viel zu wenig solche Möglichkeiten.
00:04:10: Aber das ist speziell entstanden für Nichtmünchnerinnen und Münchnern weil wir unsere praktischen Hilfen tatsächlich nur im Stadtgebiet anbieten können in Zusammenarbeit und Kooperation mit der Stadt München die auch Kostenträger sind für diese Hilfen.
00:04:25: in aller Regel nicht immer aber doch sehr vielen Fällen Und wir können es nicht außerhalb München anbieden Ratsuchende angerufen haben und dann war es dem Zufall überlassen, ob man gerade mal Zeit hat oder nicht.
00:04:38: Weil unsere Mentalität ist nichts zu sagen.
00:04:41: Das sind wir nicht zuständig auf Wiederhören sondern da hatte man vielleicht mal zwei Minuten Zeit, meinem anderen hatte man zehn Minuten Zeit.
00:04:49: Es ist irgendwie nicht so das wahre uns erreicht einen ja auch die Arbeit dass wir versucht haben sechs Zeitstunden auf die Beine zu stellen.
00:04:58: Einmal drei Stunden am Vormittag Dienstags, einmal drei Stunden nachmittags am Donnerstag um dann in aller Ruhe für alle, die sich davon irgendwas versprechen Betroffene aber auch Angehörige Aber auch Nachbarn, kollegiale Beratung wird sehr viel angefragt Auch der Vermieter Die nicht immer alle bös sind, die dann fragen was soll ich denn tun mit meinem Mieter?
00:05:20: und genau Da versuchen wir dann unser Erfahrungswissen weiterzugehen.
00:05:28: Jetzt heißt diese Hotline das Messi-Telefon oder die Messi-Hotline, dieser Begriff wird ja zum einen sehr salopp benutzt.
00:05:39: also ach ich bin so ein Messi weil ich die Müslischale abends steht ihn noch da vom Frühstück und zum anderen benutzt ihr den Begriff auch damit eben Betroffene Angehörige Ratsuchende euch finden Weil das der Begriff ist, mit dem man sich identifiziert oder als erstes aufploppt.
00:06:05: Wie nimmst du diese Bezeichnung messig wahr?
00:06:08: Ist das gut, dass es so populär ist damit Leute... Ja,
00:06:14: das hat... Also, dass wir das benannt haben liegt natürlich ganz klar auch daran, das ist der prominenteste Begriff in diesem ganzen Themenzusammenhang.
00:06:23: wo er anfängt und aufhört ist wie eine andere Frage.
00:06:25: ich komme ja vielleicht zu aber Der Begriff selber kommt aus der Selbstschilfe, er kommt aus den USA und hat hinten dieses i was ja auch so ein bisschen nett klingt.
00:06:37: Insofern fand ich das.
00:06:38: als er nach Europa, nach Deutschland geschwappt ist hatte das eine echte Entlastungsfunktion.
00:06:45: Ich habe in den ersten Maßnahmen immer wieder Menschen erlebt die uns kaum haben glauben können dass sie nicht die einzigen auf diesem Planeten sind mit einem solch komischen Problem maßlos geschämt haben und kaum glauben könnten, dass es Leidensgenossinnen und Leidendsgenossen
00:07:03: gibt.
00:07:04: Weil das Kind kein Namen hatte?
00:07:05: Weil es kein Name... weil nicht drüber geredet wurde.
00:07:07: Es gab keine Gruppe zu der ich die gehöre, weil die Gruppe keinen Namen hat.
00:07:10: Ganz genau!
00:07:10: Ja ist nicht fassbar in einer Fachwelt oder sonst wie Und insofern war das und ist es wahrscheinlich auch heute für Betroffene schon eine gewisse Entlastung.
00:07:21: Das ganze hat einen Namen.
00:07:25: Ich bin nicht alleine damit Ja, und aber wie gesagt es kommt aus der Selbsthilfe.
00:07:30: Und da denke ich mal wenn jemand diesen Begriff definieren darf dann ist diese Hoheit wahrscheinlich immer noch in der Selbst Hilfe.
00:07:37: denn das ist jetzt kein fachlich umrissender definierter und geschweige denn irgendwie außer Wissenschaftforschung leere irgendwie definierter Begriff.
00:07:48: Wie alles seine zwei Seiten hat, ist es natürlich auch hin und wieder ein bisschen so gerade dieses Messie.
00:07:54: Manchmal ist so ein bisschen der Tatsch.
00:07:56: Ich bin was Besonderes.
00:07:58: Damit kann man kokitieren.
00:08:00: Also ich will das niemals unterstellen.
00:08:02: Ich sage einfach nur in der Bahnbreite der vielen Erlebnisse ist sowas auch schon hier und dort vorgekommen wie besonders ich doch bin.
00:08:09: mit messies kann man so nicht umgehen da muss man schon so.
00:08:14: Also das kann auch sehr speziell sein.
00:08:21: Die werfen wir also als Gesellschaft erstmal alles in einen Topf.
00:08:28: Ich habe gerade schon gesagt, dass das Spektrum ist riesig von jemand der das als Selbstbezeichnung benutzt weil es jetzt grade mal nicht irgendwie das Geschirr weggeräumt worden ist bis hin du bist ein Messi weil du das und das nicht hinbekommst.
00:08:44: Und müssen wir jetzt auseinanderhalten was is denn?
00:08:47: eigentlich das Messysyndrom und was sieht aus wie das Messysyndrom?
00:08:54: Oder spielt das für eure Arbeit keine Rolle, was die Ursächlichkeit ist.
00:09:01: Dafür dass ein Wohnraum einen Zustand erreicht wo man am Ende vielleicht dann von Wohnungslosigkeit bedroht ist, von der Kündigung bedrohte.
00:09:10: Spielt es eine Rolle was es wirklich ist nach welcher Definition, wo's herkommt welche Erkrankungen den größten Anteil hat?
00:09:21: Es ist hilfreich, aber es ist nicht ein Kriterium zu sagen okay kein Messi ist keine Sache für uns.
00:09:30: Also das will ich schon deutlich sagen wir sind erst mal offen für alle wie das dann heißt es verkommt egal die das Gefühl haben Wenn der Vermieter sehen würde, wie es bei mir ausschaut oder der Hausmeister zu seinen Nase in den Wohnen und das macht mir Angst.
00:09:47: Und die ist sogar auch begründet.
00:09:48: Dann kriege ich eine Abmahnung und das werde ich nicht schaffen oder so ganz gleich, wie das ist.
00:09:53: Da ist es dann natürlich schon wichtig individuell zu wissen was steckt dahinter?
00:09:58: Wo gab's ein Wendepunkt in der Biografie?
00:10:00: oder zieht sich durch seit Erinnerungen einsetzt oder oder oder also das ist ne Riesenbandbreite.
00:10:05: auch.
00:10:06: Es ist natürlich hilfreich wenn ich jetzt sage Wie is denn das Messysyndrom heute beschrieben, auch aus der Selbsthilfe und den wenigen Expertinnen und Experten die es in Europa gibt oder in USA.
00:10:17: Dann kann man schon das dazu sagen.
00:10:19: also ich will dass sie sich so tun.
00:10:20: ja Messi klingt nett und es ist wie Nessie.
00:10:23: ja das nicht.
00:10:25: aber Ich sag mal so aus meiner persönlichen, aber auch aus der Geschichte vom H-Team.
00:10:31: Wir sind erst einmal offen für alle Münchner Bürgerinnen und Bürger die irgendwie bei diesen Wohnen Schwierigkeiten haben oder deren Wohnverhältnis bedroht ist.
00:10:38: Und das ist ja auch ein allgemeines Interesse, Wohnungslosigkeit zu verhindern.
00:10:43: Weil es für die Betroffenen fürchterlich hat schlechte Prognosen und kostet wahnsinnig viel Geld obendrein.
00:10:48: Das darf man ja auch nicht ganz außeracht lassen.
00:10:50: Insofern ist der Erhalt des Mietverhältnisses wirklich für alle Gold wert.
00:10:58: Ich bin jemand, der es versucht auch bei aller Auseinandersetzung über die Jahre und Jahrzehnte.
00:11:02: Ich versuche es immer gerne in den Alltag zurückzuholen.
00:11:05: und wir differenzieren zuallererst mal wenn ich eine Wohnung sehe oder einzelne Bereiche der Wohnung ist der Zustand durch Passivität entstanden?
00:11:15: Oder durch Aktivität?
00:11:17: Das sprechen wir überhaupt noch nicht von irgendwelchen Störungsbildern Krankheiten oder irgendwas weil das steht mir ja auch gar nichts zu.
00:11:22: Diagnosen zu stellen Ja.
00:11:23: aber ich kann erkennen und das ist auch gar nicht so schwer ist es durch ein... vielleicht zu viel sich mit der eigenen Habe zu beschäftigen und auch viel zu viel zu haben, um den dann auch noch gerecht zu werden.
00:11:35: Und dann in ein gewisses Überfrachtungssituationen im Zimmer oder im Flur einer ganzen Wohnung zu stürzen oder reinzuwachsen über die Jahre ohne es sozusagen eine Anreicherung von Rästenabfällen, die nicht entsorgt werden.
00:11:50: Denn auch sowas kann auf den ersten Blick Meter hochwerden wenn da keine soziale Kontrolle stattfindet oder ähnliches.
00:11:57: Dann könnte man Leinhaft schon sagen, das ist eine Mäßigwohnung.
00:12:00: Das würde ich davon klar abgrenzen.
00:12:04: Die Grundunterscheidung generell ist es durch aktives Sammeln entstanden oder durch passives Ansammeln und dann kann man auch tiefer gehen und sagen welche Personenkreise, welche Begleit- oder Grunderkrankungen führen denn zu dem einen oder zum anderen Fall?
00:12:23: Und bei denen die aktiv sammeln... uns alle dazu, dass wir in unserer Kultur alle aktiv sammeln.
00:12:31: Nämlich nicht nur München oder irgendwas was man sortieren kann sondern Wir haben Tassen für spezielle Anlässe.
00:12:37: Wir haben Kleidung die wir gar nicht mehr anziehen aber aus Erinnerungen aufheben und so weiter und sofort wird ja gar nicht gesagt das ist meine Sammlung.
00:12:43: Aber es gibt Und da steckt eine Aktivität hinter.
00:12:48: Die ist auch dann erkennbar wenn die betroffene Person die das besetzt sich gegen Veränderung wert Das verteidigt, das ist auch eine Form von Aktivität.
00:13:01: Und ist bei der Sammlung nicht auch ein Unterschied?
00:13:04: Wenn ich jetzt Münzen sammle dann gebe ich den wahrscheinlich in einen besonderen Ort vielleicht in einem Album vielleicht aber auch im Setzkasten und wenn Menschen kommen... zu Besuch, dann zeige ich denen meine neuste Münze und erzähle die Geschichte wie ich zu dieser Münze gekommen bin.
00:13:18: Wie schwierig das war was dir gekostet hat!
00:13:20: Und wie selten sie ist... Ich habe einen Stolz auf meiner Sammlung.
00:13:24: Ich möchte meine Sammlungen präsentieren.
00:13:26: Ist das ein Unterscheidungsmerkmal?
00:13:30: Sagen wir mal beim Messiebetroffenen ist der Stolzz nicht dabei dass es zeigen wollen die Sammlung?
00:13:39: Nein
00:13:40: also das Ausstellende sammeln findet sich da Erstmal nicht, vielleicht in kleinen Orsen oder hier und dort durchaus.
00:13:47: Aber
00:13:47: für sich selbst?
00:13:47: Für
00:13:48: sich selber auch hier und da.
00:13:50: In der Regel wird es aber über die Zeit und dann muss man auch über Jahre tatsächlich sprechen.
00:13:56: Und darunter leiden sie sich dann.
00:13:58: Und da leiden dann Betroffene häufig auch drunter dass ihnen... Das, was für sie wenigstens schön war oder angenehm war auch unter die Räder kommt.
00:14:06: Oder kaputt geht oder nicht mehr erreichbar ist und verstaubt oder da kippen wir es um.
00:14:10: Und Sie haben so viele offene Projekte zu bearbeiten das jetzt auch noch.
00:14:17: Nee, da sind dann eben.
00:14:19: kommen diese anderen Aspekte dazu.
00:14:21: warum?
00:14:22: Ist es so schwer das Handeln zu beginnen oder Prozesse zu Ende zu bringen usw.
00:14:26: Es gibt typische Merkmale auch durchaus bei Aktivsammelnden.
00:14:32: Also, da geht man natürlich sehr in die Tiefe des.
00:14:35: Welche Formen.
00:14:36: Ich sag mal Kinder erstmal aktiv ist sammeln es universell.
00:14:40: das ist auch Kultur unabhängig.
00:14:41: wir sind ja in der Lage voraus zu denken.
00:14:43: und sie sagen für den kalten winter leg ich ein Vorrat an Das ist ja eine absolut überlebenswichtige Form des Sammelns oder Hortens.
00:14:51: Aber auch Kinder zeigen schon individuelle Unterschiede.
00:14:53: Die schöne Muschel ins Regal legen, damit die Freundin das sieht, wenn sie es nächste Mal zu Besuch kommt.
00:14:58: oder es gibt das Mädchen, der bittet um eine Schachtel mit Watte und dann kommt er da rein in die Schublade und jetzt wird nur exklusiv den allerliebsten gezeigt.
00:15:05: Das ist dann so...
00:15:08: Genau,
00:15:09: ein Schatz!
00:15:10: Also an diesen Beispielen, es gibt beide Male um eine Muscheln aber es gibt so unterschiedliche Wege, damit dann umgehen zu wollen Und das haben die Messis auch.
00:15:20: Bei ihnen kommt oft dazu, dass sie schon räumlich auch die Ressourcen verloren haben zu sortieren sich auszubereiten fürs Sortieren wie alle kennen.
00:15:28: als wenn ich irgendwie groß aufräume und brauche einen Schiebebahnhof, ich muss erst mal sagen so da schieb mich so auseinander.
00:15:35: Das sind ja Dinge, die wir glaube ich alle kennen Nicht nur im Extremfall.
00:15:40: Aber je enger es wird, desto wichtiger ist so ein Schiebebahnhof.
00:15:44: Je strukturierter ich im Alltag bin, dann brauche ich den vielleicht nicht auf meinem Tisch.
00:15:48: Ich habe hier überall diese Schiebbahnhöfe.
00:15:51: aber da möchte ich eins auf jeden Fall zu sagen wir sprechen jetzt über das Sammeln von Dingen denen ein Wert beigemessen wird.
00:16:02: Die Münze ist laut Katalog so und zu viel Wert oder wenn ich die Reihe voll habe usw.
00:16:08: Es gibt ja aber auch sowas wie in Sammeln an Erinnerung, ich glaube vollkommen unreflektiert und manche sind entsetzt zu schauen, wie viele Fotos hab' ich mit meinem Fotoordner?
00:16:20: Wann sortier ich die fünftigtausend Fotos mal?
00:16:24: Aber einfach komplett tabulare Rasen löschen geht gar nicht weil da ist damit sicherheit noch ganz was tolles.
00:16:30: Das ist so diese Ambivalenz.
00:16:32: Einerseits freue ich mich darüber, ich habe einen riesen Schatz an Fotos andererseits um Gottes Willen bloß nicht den Tag erleben wo ich die mal aufräumen muss und das tut ja keinem weh.
00:16:43: stört sich keiner dran?
00:16:44: Ich verletze keine Rechte aber auch noch auf siebzig tausend gehen.
00:16:49: kauf eine externe Festplatte und dann kann man auf sieben hunderttausend geben.
00:16:52: keine Ahnung wie viel.
00:16:56: Nicht unbedingt verstandsgeleiteten, auch ambivalenten Gefühle zu der habe.
00:17:02: Ist das eine was bei sogenannten Messis dazukommt?
00:17:05: Sie sind in der Regel wirklich durchschnittlich überdurchschnittig intelligent auf jeden Fall.
00:17:11: Überdurchständig kreativ sehr häufig und ich würde es mal so formulieren.
00:17:16: Messi selber in ihrer Selbstbeschreibung sagen auch immer das große Problem.
00:17:19: Ich kann nicht loslassen!
00:17:21: Ich kann mich wegwerfen.
00:17:23: Als Beobachter behaupte ich mal Kön stimmt nicht.
00:17:27: Sie können doch bei ihrer Freundin super gut auch noch ein schickes Kleid wegwerfen, weil es einfach nicht passt.
00:17:36: Das ist ja nicht nur... Und sie nehmen's auch nicht gleich mit als Sammelobjekt!
00:17:39: Ach fein du wirfst das weg dann nehm ichs mit.
00:17:42: Gibt sicherlich alles.
00:17:43: aber das glaube einen wesentliche Punkt ist dass sich mit den Objekten soziale Kontakte verknüpfen.
00:17:56: Und das treibt manchmal fast absurde Züge, wie als ein praktisches Beispiel eine schicke Einkaufstasche aus einem Münchner Elelladen Markennamen hochwertige Tasche die aber versifft und kaputt ist.
00:18:14: und wir fragen dann Kollegen fragte was es mit der Tasche darf.
00:18:18: sie weg zu Antwort bekommen entschieden Nein, die Verkäuferin war so nett.
00:18:26: Jetzt könnte man Salopp sagen und da packt man sich an den Kopf.
00:18:28: Aber
00:18:29: es ist tatsächlich...
00:18:31: Da gab's uns sozialen Kontakt und die waren nett.
00:18:34: Und wenn ich die jetzt wegwerfe dann tue ich der ja wie?
00:18:39: Und das sind Dinge, da dürfen wir nicht sagen, dass der Verstand setzt komplett aus.
00:18:44: Nein!
00:18:45: Die sind hoch leistungsfähig was ihr kognitives Hirn angeht aber in der Gefühlswelt löst das etwas aus, was Unbehagen mindestens produziert.
00:18:56: Wenn ich gar ... Das darf ich nicht auf den Zwang repräsentieren wird.
00:19:00: Ein Schuldgefühl
00:19:02: vielleicht auch?
00:19:02: Oder so
00:19:03: eine Art Wertschätzung weil wenn ich die nicht wertschätze dann werde ich ja auch nicht wertgeschätzt.
00:19:11: Aber ohne dass es reflektiert wird sondern das fließt sozusagen und wir sind ja nicht nur Verstand also keiner wäre das behauptet glaube ich nicht ganz.
00:19:21: Also wäre die Entsorgung dieser Tasche, das Loslassen der Tasche.
00:19:25: Die Entsorgerung des Beweises dass ich soziale Beziehungen habe.
00:19:31: Ja aber da wär schwierig weil ich sage mal die gewünschten sozialen Beziehung die wirklich nähe Vertrautheit vertrauensfähigkeit beizeitig sichere Hafen zu sein Aber auch Zuflucht finden zu können im Gegenüber Partnerschaft, Körperlichkeit, Sexualität.
00:19:51: Das sind ja alles Themen die über die redet.
00:19:53: Ja kein Mensch die werden ausgeblendet.
00:19:55: das ist ja nicht nur bei Menschen die in Einsamkeit geraten wegen Messi-Syndrom.
00:19:59: Das ist ja im vielen, vielen Bereichen ein Thema über dass wenig geredet wird.
00:20:03: was macht das denn eigentlich mit Menschen?
00:20:06: Wenn sie sich dann als Nicht liebenswert empfinden selber meinen für mich gibt es nicht niemand versteht mich.
00:20:13: am besten geht's mir wenn ich mich fern halte oder mir meine Mitmenschen fernhalte zumindest in einem gewissen Maße, also nur auf Abstand.
00:20:23: Also auch sagst du gerade der Zustand der Wohnung als Fernhaltemittel?
00:20:31: Nee das... Das
00:20:33: ist eher etwas ein Effekt der Eintritt.
00:20:36: Ein unbewollter
00:20:37: Effekt
00:20:39: und dann natürlich naheliegend zu sagen, also Besuch bei mir geht nicht.
00:20:44: Oder an das Beispiel, eine Kollegin fragte mal eine Klientin.
00:20:49: Haben sie nicht Wunsch vielleicht noch einmal nach einer Partnerin oder einem Partner?
00:20:53: Dann lachte sie so und sagt Nee!
00:20:55: Hab auch gar keinen Platz dafür.
00:20:57: Ja eben wir lachen ist ja auch lustig ist auf der homo-resken Ebene sozusagen weggewirrscht.
00:21:04: bitte nicht weiter vertiefen weil eigentlich bin ich da einsam und traurig mit mir alleine Hab die Hoffnung aufgegeben, dass es da für mich noch mal was gibt.
00:21:15: oder das ist ja viel bitterer.
00:21:17: Das tut wirklich weh!
00:21:20: Die Antwort war auch nicht im Moment?
00:21:22: Sondern das ist auch ein akzeptiertes Zustand in dem Moment.
00:21:27: Also mich erinnerten manche Situationen also gerade auf der Ebene so an meine pubertäre Phase wenn ich jetzt in Mehl ganz klasse fahre und dann aus Schüchternheit und Angst bevor sie mir einen Korb gibt Ich bin
00:21:42: auch nicht interessiert.
00:21:43: Irgendwann kommt aber so in der Entwicklung jung, so kommst du nie zu irgendeinem.
00:21:46: Du musst schon ein bisschen gut finden und siehe da dann fügen sich auch mal Dinge und dann ist man immer hoch jauchzend happy.
00:21:57: Aber sagen wir das ist die reguläre oder die hoffentlich für die meisten stattfindende Entwicklung.
00:22:04: wenn es aber so da ist dass Beziehungsabbrüche haben wir ja auch.
00:22:09: Hab ich auch erlebt, aber nicht als im Sinne dass ich in eine Verlassenheitspanik gerate das niemand und nie wieder irgendjemand für dich sage und für mich da sein wird die oder den Ich lieben kann oder von der oder dem Ich geliebt werde.
00:22:30: also diese Hoffnung habe ich so nie verloren, das ist ein riesen Glück und nicht selbstverständlich.
00:22:38: Da kenne ich leider viele die da auch allen Anlass dafür haben da irgendwie gar keinen Vertrauen in das Leben zu haben weil sie sich selber als wertlos achten.
00:22:50: aber nochmal kurz zurück auf die Wertheitigkeit der Dinge.
00:22:55: Ich würde es mal bisschen umformulieren und sagen messig verknüpfen mit den Objekten soziale Bezüge ob tatsächlich oder imaginär oder kreative Pläne.
00:23:07: Und sie von einem Plan zu verabschieden, da ist das Problem.
00:23:12: Wenn es möglich wäre für die Betroffenen zu sagen Das Bastelnmaterial was hier seit zwölf Jahren in dem Eck rumliegt oder mein Kleiderschrank das ist ein ganzes Zimmer und da müsste ich ja mal messen nähen war schon unzumeiter und das passiert aber nicht.
00:23:29: Dann wär's schön Zu denken einfache Hilfe Geben Sie doch diesen Plan einfach auf.
00:23:38: Ich habe das einmal erlebt, da hat eine Klientin tatsächlich einen langgehicken Plan aufgegeben und auf die Frage dann was ist mit den dazugehörigen Objekten?
00:23:48: Dann kam eigentlich so als wenn man dumm wäre der Antwort weg damit natürlich.
00:23:54: Auf einmal!
00:23:54: Okay,
00:23:54: eines muss man jeden Zipfel erfragen aber ich fand es nett und er hat mir noch mal gezeigt Es geht nicht um den Vorgang, ich kann mich loslassen.
00:24:02: Ich kann mich von nichts trennen sondern wenn ich einen Plan gefasst habe und jetzt kommt ein bisschen Zwang dann muss ich den erfüllen weil sonst bin ich gescheitert Und wenn ich scheitere hat man mich nicht lieb.
00:24:17: Die haben zutiefst verinnerlicht dass die Quelle von Selbstwert ist in meinen Augen bedingungslose Liebe durch Eltern oder primäre Bezugspersonen.
00:24:28: Und das Betonung ist bedingungslos!
00:24:32: Das wäre der Zauber von dem Wort Liebe, aber ich habe schon öfter gehört... Ach mein Vater hat schon mal gesagt, ich hab dich lieb weil du so schön geil gespielt.
00:24:45: Und nur dann?
00:24:47: Was
00:24:48: lernt ein Kind?
00:24:49: Ich muss brav sein und funktionieren.
00:24:53: Dann habe ich Chancen meinen Arm genommen zu werden oder geliebt zu werden, oder wenigstens nur gesagt zu bekommen.
00:24:59: Du bist ein toller Mensch!
00:25:01: Aber das hat für mich nichts mit Selbstwert zu tun sondern die Hecheln nach Leistung und damit bauen sie nicht selten auch in hohes Selbstbewusstsein auf was sie im Beruf dann auch erfolgreich machen kann.
00:25:13: denn ich formuliere es immer so Sie sind absolut leistungsfähig.
00:25:19: Sind auch leistungen orientiert.
00:25:22: Jetzt kommt der Fluch, der eigenen Wohnung.
00:25:24: Da kommen wir ja zu uns im Schönen wie ihm nicht schön.
00:25:29: Wenn ich nach Hause komme, komm' ich zu mir.
00:25:32: Hab mehrheitlich freutvolle Erwartungen!
00:25:34: Das macht mich glücklich.
00:25:36: Es gibt aber auch Phasen wo ich denk', ach jetzt eigentlich gar keinen Bock drauf.
00:25:42: Also das ist auch ambivalent, aber für die Betroffenen es ist häufig wirklich so dass eigentlich wenn sie mit sich alleine sind dann kommen diese Einsamkeits- und Verlassenheitsgefühle.
00:25:51: Die Entbehrungen des Unerfüllte von menschlichsten Bedürfnissen kommt hoch und es ist eigentlich kaum ertragbar Und ich behaupte dass das Anhäufen von Plänen Objekten und Dingen ein Hilfsmittel ist Das auszutarieren.
00:26:13: Da ist sozusagen einerseits was die Bindungen angeht, eine soziale innere Lehre.
00:26:19: Die muss gestopft werden.
00:26:22: Wir belohnen uns
00:26:23: auch mit Konsumgüter.
00:26:25: Wenn das nicht so gut geht Ist die Konsumverhalten doch vielleicht ein anderes als wenn ich gerade super gut drauf bin
00:26:31: Wird es lochtern zum Beispiel gestopfft durch diese Tasche die du vorher erwähnt hast.
00:26:36: Also wieder die
00:26:37: Erinnerung da
00:26:38: gab es diese nette Begegnung.
00:26:42: Also es ist nicht die Tasche an sich, wie das seelische Loch
00:26:45: stopft.
00:26:46: Sondern die Bedeutung der beigemessene Wert an die Taschen.
00:26:50: Ja.
00:26:51: Das stopft einerseits diese innere Lehre aber es gleicht auch die innere Überfrachtung an unerledigten Gefühlen, die nicht integriert sind.
00:27:02: Ich mag dieses Wort verarbeiten immer nicht so wahnsinnig weil wir haben einen anderen Arbeitsbegriff in unserer Kultur.
00:27:08: Aber dieses Sich aktiv mit den emotionalen Prozessen oder so auseinanderzusetzen, dass ich immer sagen kann okay ist jetzt abgeschlossen.
00:27:16: Ich habe es in Erinnerung aber ich schaue nach vorne und freue mich auf die Zukunft.
00:27:19: Einfach
00:27:21: gesagt
00:27:23: das wird immer mehr Ideen, Ideen und Pläne und Plähne.
00:27:29: man kann liebevoll auch sagen Messys sind Planungsweltmeister.
00:27:33: Die machen tatsächlich eher fünf neue Baustellen auf als eine zu Ende zu bringen.
00:27:38: Das ist auch ein ganz komisches Muster, aber das findet sich wirklich.
00:27:42: Und es ist nicht Dummheit oder sowas sondern... ...das hat was mit einer durchaus... Ich fände nichts Besseres ein als wir sagen eine gewissen panischen Angst.
00:27:51: Wenn ich etwas fertig bringe dann setze ich es ja in der Beurteilung aus.
00:27:56: Aha!
00:27:57: Kann ich super gut vermeiden indem ich mich nicht fertig mache?
00:28:00: Wenn ich das Strickmuster und die Wolle nie verarbeite zu einem Pulover,
00:28:04: kann
00:28:05: auch niemand sagen
00:28:07: Das war voll in die Hose gegangen.
00:28:09: Oder was sind das für eine Farbe?
00:28:11: Also das haben wir ja generell so lange nicht fertig bin, sagen wir auch wenn jemand beurteilt ist noch
00:28:18: nicht fertig, schau das noch nicht an!
00:28:20: Am Ende kannst du deinen Senf dazugeben und wenn der dann nicht so prickelnd ausfällt kann ich damit auch gut leben.
00:28:25: Aber so genannte Messis, also wir reden jetzt mal mit diesem Wort, für die ist es ganz niederschmetternd vor allem in der Selbstbeurteilung Und messig beschreiben sich in der Selbsthilfe ja auch als einmerkmal ist ihr Perfektionismus, der ihnen im Wege steht.
00:28:41: Ganz wichtiger Punkt.
00:28:42: Ich mache mal kurz zwei drei Punkte hervorheben nochmal die du schon gesagt hast.
00:28:47: das eine In allen sozialen Schichten möglich und häufig hast Du gesagt fallen auf durch sehr aktiv sein sozial eingebunden im äußeren Umfeld, im beruflichen Umfeld werden häufig beschrieben als dort organisiert.
00:29:12: Zu Recht gemacht würde man so sagen.
00:29:15: das als den einen Punkt.
00:29:16: der andere Punkt was hast du gerade gesagt kreativ und perfektionistisch genau dass ist ja sowas sich der Orte-Normalbürger auch wieder nicht vorstellen kann.
00:29:31: Wie kann denn Perfektion mit einer Wohnung, wie wir sie aus dem Fernsehen meistens kennen?
00:29:37: Wir bekommen das seltenst zu Gesicht, du häufig, wir nicht... Wie kann dann das zusammenpassen?
00:29:45: Kannst du das noch ein bisschen erklären?
00:29:46: Ja
00:29:46: da würde ich anknüpfen an dem was ich so ein bisschen ausgeführt habe ist, dass die sind absolut in der Lage zu funktionieren.
00:29:53: Und jetzt kommen wir nach Hause und kommen damit zu uns!
00:29:56: Da ist das Bedürfnis tatsächlich nicht da, ich muss jetzt funktionieren.
00:30:00: Sondern das ist ein wesentliches Merkmal eines sicheren Zuhauses als Ort wieder den Akku aufzuladen mal so Füße hochlegen und genau.
00:30:10: Und das ist plötzlich die Konfrontation mit dem schlichten Dasein.
00:30:18: Einfach dass ich da bin.
00:30:22: Schön wäre wenn wir uns alle darüber gleichermaßen wirklich freuen könnten und sagen, was für ein Zufall!
00:30:30: Klasse.
00:30:31: Wunderbar.
00:30:32: Bin dankbar für dieses Loschicksal.
00:30:36: wie auch immer.
00:30:37: So ist es ja nur nicht.
00:30:38: Das ist ja auch sehr ambivalent.
00:30:40: Und leider Gott das gibt es auch viele Menschen, viele Zeitgenossinnen und Genossen die ihren Lebenswillen haben
00:30:47: ganz klar
00:30:48: aber mit ihren inneren Traumatisierung und Drehtraumatisierung mit ihren Ansammlungen, ich sage ganz bewusst dieses Wort.
00:30:56: Mit Ansamlungen von Enttäuschungen, Verlusten aus Messiesicht, Unzuverlässigkeiten der Mitmenschen... Also am besten beschreibt es wahrscheinlich so ein Momentum von Verlassenheitspanik.
00:31:13: Das ist aber nicht situativ sondern das ist sozusagen dann als Struktur in der Person.
00:31:19: So wie wir mal eine depressive Verstimmung und Traurigkeit und Wut und alles miteinander, was damit verbunden sein kann haben.
00:31:25: Das dann aber wieder geht weil es ist ein Prozess und sich nicht verstetigt wenn es das täte kommen in den Bereich von Erkrankungsbegriff der chronischen Depressionen an dem Punkt vielleicht auch nochmal bisschen zum verständlich machen.
00:31:42: das sind wie gesagt das sind alle keine studienbasierten Theorien, sondern das sind Gedanken aufgrund von Reflexionerlebnissen und viel Arbeit.
00:31:51: Aber ich glaube dass viele die wirklich dauerhaft chronisch unter Depressionen leiden, kennen diesen Effekt dass wenn es dann im Januar Februar irgendwann mal wieder schöner wird das die Vorhänge zugezogen werden.
00:32:03: Dass die Bude am besten ist, wenn sie ein bisschen höhlendartig und dunkel ist.
00:32:09: Das ist nicht zwingend ein Lebensentwurf!
00:32:10: Und wenn jemand kommt und sagt hier zieht man die Vorhänger auf den Schaumer Junge wie schön er draußen isst.
00:32:15: Es gibt Grund sich zu freuen.
00:32:17: Dann ich habe das schonmal gefragt wird viele Betroffene ob solche Hilfeversuche schon einmal bei ihnen anlandet.
00:32:24: Ich konnte die Frage in der Regel gar nicht aussprechen.
00:32:25: zu Ende, weil dann kommt schon ja fürchterlich grauenvoll!
00:32:28: Man fühlt sich so unverstanden und man fühlt es sich nicht wahrgenommen in der Situation.
00:32:33: Und ich habe früher naiv gedacht dass der Dezember der gefährlichste Monat wäre bei schweren Depressionen, weil doch alle Friede Freude Eierkuchen und Familie und Glück.
00:32:42: und das muss auch
00:32:43: ganz
00:32:43: schlimm
00:32:44: sein.
00:32:44: Das
00:32:44: ist eigentlich viel schlimmer wenn die äußere Realität plötzlich so schön wird.
00:32:50: wird die innere Verdunklung mehr wahrgenommen und das drückt die Schultern noch mehr runter.
00:32:56: Und dann ist es noch schwerer, mal um elf Uhr vielleicht endlich zum Jobcenter oder irgendwas zu erledigen.
00:33:03: Im Nieselgrauen November gelingt das tatsächlich eher
00:33:06: weil Außenwelt- und Innenwelt.
00:33:08: Und ich behaupte dass nämlich mal den anderen Begriff statt Messi wurde und auch heute wird wieder mehr von Vermüllung geredet.
00:33:18: Aber auch Müll kann als aktives Objekt gesammelt und verteidigt werden, mit spezieller Affinität haben.
00:33:25: Sogenannte Messis distanzieren sich von dieser Gruppe häufig nicht alle.
00:33:29: ich will jetzt nicht vorschalieren aber es ist eine Aktivität.
00:33:34: Und meine Hypothese dabei ist und das weiß ich aus manchen Gesprächen auch dass da wirklich was dran ist auch an Beispielen die für mich ein Schlüsselerlebnis dann mal waren.
00:33:46: Wenn ein Mensch denkt, ich bin Müllwert.
00:33:47: Ich bin enttreckwärt.
00:33:48: Ich will es nicht noch drastischer werden.
00:33:51: Das ist doch eigentlich kaum auszuhalten!
00:33:54: Wie kann sich über einen Notbehälf jemand über Wasser halten um über den Alltag zu kommen?
00:33:59: Über den Tag zu kommen?
00:34:01: das Problem oder die äußere Wirklichkeit dem inneren Empfinden anzugleichen scheint eine stabilisierende Funktion zu haben.
00:34:11: Damit ich das nochmal verstehe also mich mit Müllzuumgeben im Außen, um Gleichheit zu schaffen mit meinem inneren Gefühl zum ihr selbst.
00:34:22: Ich glaube dass du dein inneres Gefühl du sei ist Müll, regelrecht damit auch verschütten kannst, dass du da gar nicht mehr so rankommst.
00:34:35: Es gibt natürlich andere Strategien wie Sucht
00:34:40: oder Ursachen für Vermüllung.
00:34:43: Aber ich glaube das es tatsächlich, egal wie eine Wohnung aussieht.
00:34:49: Ob das pathologisches oder nicht pathologisch ganz gleich immer gewissermaßen auch ein Spiegel der Persönlichkeit ist und eine Funktion hat für die betroffene Person.
00:35:01: Natürlich ärgere ich mich auch situativ über, wenn ich Lust habe, Abend zu kochen und ich finde eine Küche vor die dazu nicht einlädt.
00:35:08: Dann können wir auch darüber ärgern.
00:35:10: natürlich klar Auch wenn ich selber eingerichtet hätte Das ist jetzt nicht nur das soziale
00:35:17: Aber es ist dann wie du gerade sagst situativ.
00:35:19: vielleicht war der abend davor irgendwie es wird lang oder es wird spät auf der arbe oder oder
00:35:24: Es
00:35:25: lässt sich wieder beheben Und ist nicht der Spiegel, also ist ja eigentlich auch ein Spiegel deiner Innenwelt in der Situation.
00:35:33: Genau
00:35:34: und ich sage auch meine Wohnung oder die Mierer Wohnungshause und ich behaupte aller Wohnung das ist ja etwas was immer im Prozess im Fluss ist.
00:35:43: es gibt nicht den fertigen Zustand.
00:35:46: Haushaltsführung vor allen Dingen Haushaltspflege scheint ja doch manchen zu sinnvoll wie im Herbst den Waldweg fegen.
00:35:56: Wir haben natürlich Routine entwickelt, wir haben das verinnerlicht.
00:35:58: Das muss sein, damit wir uns wohlfüllen und kochen können, damit man sich nett unterhalten kann, damit die Menschen gerne zu Hause machen.
00:36:08: Allein oder miteinander ist vollkommen gleich dieses Tank-Aufladen, Akkuaufladen.
00:36:16: Für mich ist es so ein bisschen wie eine Balancierstange eines Seiltänzers.
00:36:24: Auf dem artisten oder der artisten und sehen auch die eine seite der balanciere stange.
00:36:30: Die ist auch mit schön angeleuchtet.
00:36:33: Wir wissen aber alle es gibt die Balanciere Stange auf der anderen Seite ja auch, aber die ist im dunkeln jetzt Und beim messis wird häufig erwartet schneid doch an der seite mal ein bisschen wenigstens ab
00:36:45: Brauche
00:36:46: ich nicht weiterreden.
00:36:47: Ich glaube, alle haben dann einen gewissen Film im Kopf.
00:36:49: Was da passiert?
00:36:50: Wenn man bei der Balancierstange einfach mal ein halben Meter wo abschneidet.
00:36:56: Absolut gleichzeitig an beiden Seiten.
00:36:59: Dann könnte das ja vielleicht physikalisch noch funktionieren.
00:37:02: aber so gesehen kann es so eigentlich nicht wirklich funktionieren.
00:37:08: nur zu verdeutlich und das heißt ja nicht dass man nichts tun kann
00:37:12: was funktioniert.
00:37:13: denn Da hat es dem Vorgespräch auch gesagt, also nachdem das Bürokratische erledigt ist ein Vorgesprech stattgefunden hat und so.
00:37:26: Ist ganz wichtig die Rolle, die ihr ein nehmt wenn ihr reinkommt als Gast.
00:37:33: Und wie sehr würde's?
00:37:41: Du, die Wohnung als geschützten Raum?
00:37:45: oder was hast du für ein Bild von Wohnungen?
00:37:48: Was bedeuten sie für Menschen?
00:37:52: Die sind ganz viele Funktionen.
00:37:55: Ich kann hier gar nicht alle spontan aufzählen aber ich denke mal das ist tatsächlich erst einmal Ort der Regeneration um unsere Pflichten, die uns ja Energie kosten, dass man wieder einen Akku auflehnt.
00:38:09: Dazu gehört, dass sich wohlfühlen.
00:38:10: Dazu gehört die Körperpflege, dazu gehört das Essen und Trinken, den eigenen Neigungen nachgehen, Glotzen, Buchlesen, Hobbynachgehen keine Ahnung was alles möglich ist.
00:38:23: Dazu gehört aber auch gerade wenn es partnerschaftlich ist... Vornehmlich gibt natürlich andere Möglichkeiten, aber ist das auch von körperlicher Zuwendung, Sexualität findet wahrscheinlich zu einem hohen Prozentsatz in der privatsphäre Wohnung statt und so weiter.
00:38:38: Also dieser Raum ist unglaublich ein wichtiges Territorium und aus guten Gründen auch besonders geschützt bis in die Verfassung.
00:38:48: Und sofern bleibt einerseits der Respekt vor Wohnung und auch den Rechten unter Bedeutung eigentlich immer noch festzustellen und das ist jetzt kein Vorhaben, sondern es ist ein Fakt meines Erachtens.
00:39:01: Das egal in welcher Mission wir kommen... Wir sind Gäste in fremder oder bekannter Leutewohnung!
00:39:10: Und werden nicht einfach mal den Schrank öffnen und zu sagen ich will mal sehen wie deine Kleidung sortiert ist oder einfach das Fenster aufmachen weil es stickig ist.
00:39:18: da darf man ja doch vielleicht fragen.
00:39:20: also ich bin nicht stockkonservativ aber so ein bisschen.
00:39:22: Also es ist Respekt und Anstand.
00:39:25: Kann ja wirklich nicht schaden zu sagen, ich find's ja stickig.
00:39:28: könnten wir das Fenster aufmachen, wäre das okay?
00:39:30: Also wirklich Fragen, Fragen, fragen und immer auch zeigen... Ich bin hier nicht in der Rolle sie zu retten!
00:39:36: Ich bin nicht in eine Rolle den Erfolg hierzu garantieren.
00:39:39: Und es findet ja also erst einmal in dieser absoluten Privatheit der vier Wände statt und auf absoluter Freiwilligkeit.
00:39:48: Richtig.
00:39:50: und jede darf so leben, wie er oder sie möchte.
00:39:55: Solang nicht irgendwie das eigene Leben gefährdet wird?
00:39:59: Dass der anderen Hausbewohner ... Oder der Baumasse.
00:40:04: Ist das richtig?
00:40:05: Ja ich würde es ... Haben
00:40:06: wir uns da eigentlich auch zu halten?
00:40:09: Richtig!
00:40:09: Also man kann ... Ich bin echt formelhaft wirklich... formulieren.
00:40:13: Solange nicht rechte Dritter, das klingt jetzt so ein bisschen deutsch ja aber das deckt alles ab.
00:40:18: solange nicht Rechte dritter verletzt werden haben wir dass recht Dinge zu sammeln wie überlustig sind oder in der hängenmatte zu schlafen oder Kopf unter oder was auch immer geht niemand an.
00:40:34: es hört da auf wo rechte andere verletzten werden Und das sind natürlich auch gegebenenfalls mal Nachbarn oder der Eigentümer des Gebäudes, der dann eine Verwaltung eingeschaltet hat zu managen und so weiter.
00:40:47: Das ist nicht unbedingt Feine sondern sehr Vertragspartner.
00:40:50: Also da wäre die Verletzung... ich bin die Vermieterin und da wird jetzt meine Bausubstanz vielleicht gefährdet.
00:40:59: Aber nicht!
00:40:59: Und das ist ja so ne häufige Angst?
00:41:03: Ihr Glaube von manchen Vermietern, so.
00:41:06: Ja ich kann ja immer noch sagen wie es in meiner Wohnung auszusehen
00:41:08: hat.
00:41:08: Nein eben das können Sie nicht sagen und da muss man dann auch... Das haben wir auch immer wieder, das sind aber interessanterweise die Vermieter ist jetzt wirklich nur die gefühlte Wahrnehmung.
00:41:21: Sind die da professioneller häufig als Kolleginnen Kollegen der sozialen Arbeitbetreuerinnen Betreuer, Pflegedienste und vor allen Dingen auch Angehörige?
00:41:33: In der Distanz, wo darf ich mich einmischen oder nicht?
00:41:35: Die
00:41:36: sich gerne einmischten und sagen so geht es aber nicht.
00:41:38: Jetzt räumen wir hier mal auf.
00:41:39: Räumen doch einfach mal auf!
00:41:40: Wichtig ja... Und eigentlich um den Kern zu treffen müsste man eigentlich zu der Person und sagen räumt da einen Gefühlshaushalt mal auf dann geht das mit der Wohnung von alleine.
00:41:56: Aber das ist in Beginn eine Frechheit oder unverschämtheit dass es zum Glück so keiner sagt.
00:42:00: Aber es wäre näher an der Ursache dran, als das.
00:42:03: insofern schützt der Zustand der Wohnung die Betroffenen mitunter auch.
00:42:08: Weil alle sich ja auf den äußeren Zustand fokussieren.
00:42:12: Von mir immer.
00:42:13: Ein gebrochenes Bein ist schlimmer und offensichtlicher als eine Person.
00:42:19: Eines sichtbarer ist natürlich nicht.
00:42:23: Jetzt hast du gesagt ein Ansatz wäre Räumen die deine Gefühlswelt auf, diese Erfahrungen das dein Selbstwert.
00:42:32: Kommen wir dabei nicht auch in den Teufelskreis oder sind betroffenen so einem Teufelkreis von?
00:42:39: Ich spüre dass es.
00:42:40: ich mache das anders als andere.
00:42:42: Mir geht's auch.
00:42:43: irgendwann wächst mir dieses Sammeln über den Kopf Das aktive sammeln das Nicht loslassen können.
00:42:49: Vielleicht gibt es eine Bedrohung meiner meines Mietverhältnisses und und und Ich spür da ist irgendwie ein Thema.
00:42:56: Aber wohin damit?
00:42:59: Weil beim Hausarzt oder der Hausärztin hat man es vielleicht schon mal angesprochen.
00:43:05: Falls überhaupt, ist ja ein riesen Stückmal auf diesem Thema.
00:43:08: also da muss schon starkes Vertrauensverhältnis sein zu einem behandelten Arzt oder einer Ärztin selbst wenns dann angesprochen werden kann dort vielleicht.
00:43:19: Unwissenheit, Ratlosigkeit räumen sie doch einfach mal auf.
00:43:22: nehmen sich mal am Wochenende frei und räumen die Wohnung auf dann ist das erledigt.
00:43:27: Dann ist auch die Erfahrung mein Problem existiert nicht.
00:43:30: also mein Problem wird nicht wahrgenommen in der Ärzteschaft.
00:43:36: wenn ein Problem nie irgendwo in einer gewissen Anzahl aufschlägt gibt es auch keine Angebote weil das Problem existiert ja nicht.
00:43:47: Also muss ich die einzige Person sein, die dieses Problem hat und damit falsch sein?
00:43:53: Weil mein Problem nicht stattfindet.
00:43:56: Ja, das war vor längerer Zeit, muss man schon sagen.
00:44:00: War das sicherlich tendenziell so?
00:44:02: Das hat sich glaube ich schon deutlich geändert.
00:44:05: Weil auch wenn in manchen Sphären das Wort Messi in Schimpfwort geworden ist... In der Jugendkultur gibt es das schon durchaus mal so als Schimpftitel Nichtsdestotrotz, es hat eine Begrifflichkeit.
00:44:19: Es hat einen Namen und ein Etikelt.
00:44:21: Und ich bin damit nicht allein!
00:44:26: Es gibt da mehr.
00:44:27: Sonst hätte er ja nicht diesen klassifizierenden Namen.
00:44:31: Das ist durchaus wirklich etwas Entlassendes für die Betroffenen.
00:44:35: Das glaube ich nach wie vor.
00:44:43: Wenn ich sage... Die Gestaltung, ich nenn's jetzt wirklich nicht zynisch.
00:44:48: Ganz mücht an die Gestaltung des Wohnraubs nach eigener Fassung ist meines Erachtens ein Notbehelf und nicht ein Lebenstehen.
00:44:59: es ist ein Notbehälf um über den Tag zu kommen Und eine Hilfe da jetzt irgendwie was schöner zu machen besser zu machen.
00:45:10: also das sind ja alles Begriffe die messbar leistungsorientiert sind Absolut heikel und schwierig, denn es kann sehr schnell in so eine Strategie münden.
00:45:22: Wir müssen alle... Onkel Fritz ist schwer alkoholabhängig.
00:45:26: den sperren wir jetzt mal acht Wochen im Keller.
00:45:28: Dann kriegt er kein Alkohol, kriegt die besten Säfte und die besten Videos.
00:45:32: Und was er alles will?
00:45:33: Das kriegt der Alles nur kein Alchohol... ...und dann machen wir nach acht Wochen wieder auf!
00:45:36: Das ist ja mittlerweile allgemein Wissen.
00:45:38: Da muss man jetzt nicht großartig etwas gelernt zu haben um zu wissen das kann nicht funktionieren.
00:45:43: Und wir werden auch manchmal gefragt wie hoch ist die
00:45:45: Rückfallquote?!
00:45:46: Wir heilen nicht!
00:45:48: Wir erhalten Mietfeildnisse wenn man so plump zu sagen.
00:45:51: Aber das ist natürlich ein zutiefst sehr enge, menschliche mitmenschliche Begegnung die dabei stattfindet.
00:46:02: Was bräuchte es deiner Meinung nach damit ihr keinen Job mehr
00:46:05: habt?
00:46:12: Wo würde man früher agieren können?
00:46:16: Menschen kommen ja zu euch meist kurz vor knapp was ja auch mit der Erkrankung zu tun hat.
00:46:25: Also ich möchte nicht, dass mir Sachen weggenommen werden.
00:46:28: Ich sehe das hier ist das Problem die vielen Sachen, die ich jetzt mittlerweile nicht mehr managen kann.
00:46:35: es ist mir unmöglich die gehen zu lassen weil sie sich anfühlen wie ein Arm.
00:46:40: Hat mir auch im Vorgespräch über diese sehr körperliche Empfindungen auch teilweise zu Gegenstände und Jetzt soll die Lösung dafür sein, dass ich das los lasse.
00:46:53: an diesem Punkt komme ich erst, wenn mir Schlimmeres droht.
00:46:57: Wohnungsverlust.
00:46:58: Wo wäre vorher eine Abzweigung möglich?
00:47:05: Eine Hilfe möglich und welche Verantwortung haben wir da vielleicht?
00:47:12: oder was können wir, die sich jetzt anschauen als Otto-Normal-Bürger der vielleicht gar nichts damit zu tun hat bisher keine Berührungspunkte.
00:47:21: Was können um diese Krankheit früher aufzufangen.
00:47:29: Das ist eine gute, wenngleich auch sehr schwere Frage.
00:47:33: Eine kleine Abschlussfrage dachte ich, eine ganz unkomplizierte.
00:47:38: Also das Tun wird ja immer sehr schnell mit Handeln assoziiert.
00:47:44: Ich würde sagen Tun fängt auch vorher schon an.
00:47:48: in solchen Wahrnehmungen gerade wenn es spontan oder neu ist, innehalten nicht sofort sich selber sozusagen in so eine Art Übersprung-Reaktion.
00:48:00: das Entsetzen um Gottes Willen, die kann man so leben und so.
00:48:02: Ist menschlich alles nachvollziehbar aber es ist nicht hilfreich im Gegenteil dass er störend und auf Abstand bringen.
00:48:12: Und ansonsten, was kann man tun?
00:48:14: Wir haben das in vielen Bereichen unseres Lebens, dass Prävention bis mal alle ist effektiver und kostenwünstiger.
00:48:22: Aber trotzdem ist Prävenzion immer der Bereich, der am strefflichsten vernachlässig ist weil ich da die Erfolge ja nicht so messen kann.
00:48:29: Also lieber... Ich kann sagen, ich habe fünf Kinder aus dem Brunnen rausgeholt während sie darunter stürzen.
00:48:33: Kann man damit glänzen aber vielleicht dafür zu sorgen, dass überhaupt nichts über den Brunn kommt.
00:48:38: Das ist ja nix wert!
00:48:40: Also das ist natürlich generell und was ich glaube, dass in der Ausbildung der sozialen Arbeit solche Elemente verstärkt werden müssen.
00:48:51: Und da kann man dann auch sicherlich durch, es gibt dafür für Crack-Beratungstelefone oder irgend sowas, vielleicht mal so Werbekampagnen oder so die... Das ist einfach unsere mediale Welt.
00:49:02: Sowas kann ja mal helfen sozusagen einen Muster eine Blaupause zu haben.
00:49:07: Die sind nicht verrückt, die sind auch nicht faul.
00:49:09: Das sind eigentlich Menschen, die sogar ganz viel für die Green-Maltschaft leisten aber für sich nichts leisten können.
00:49:15: Nicht weil sie nicht wollen oder zu blöd werden sondern die da wirklich aufgrund schwerster Traumatisierung und Drehtraumatisierung das nicht mehr können dass dann Unterstützungsbedarf ist.
00:49:26: Und da muss man glaube ich schon über die Fachlichkeit gehen sprich Ausbildung bewusst machen so ein Podcast machen Was ich deshalb bin.
00:49:35: Ich auch so gern hier neben dem, dass es atmosphärisch der angenehm ist aber all das Fördern zu spreaden was nur geht sind keine Allianz sind wahnsinnig spannende Menschen häufig und bisschen isst der Fluch die Heimlichkeit der eigenen vier Wände was wir ja bei Gewalt auch leider kennen.
00:49:57: So schön wie das ist die eigene Wohnung.
00:49:58: Es ist auch ein gefährliches Terrain.
00:50:00: vieles lässt sich verstecken muss man einfach konstatieren.
00:50:06: Also jetzt könnte jeder unterstützen, indem er vielleicht dieses Video mal mit jemandem teilt oder beim Kaffee mal drüber spricht.
00:50:13: Mensch ich habe da was Interessantes gesehen.
00:50:15: Wusstest du das Messies eigentlich?
00:50:18: Punkt, Punkt, punkt!
00:50:19: Ich glaube wir haben ja ganz viel Neues oder für viele Menschen Neues gehört.
00:50:25: man kann auch das Hilfetelefon unterstützen richtig.
00:50:28: Ja das ist der Bereich im R-Team wo wirklich kein öffentlicher Euro fließt, sondern tatsächlich und das bei einem Thema was nicht um Kinder oder Fälle geht dass Spenden finanziert ist.
00:50:44: Und da wäre ich natürlich schon glücklich und froh, jeder kleinste Tropfen füllt das Glas wenn wir das weiterhin machen können.
00:50:52: die Planungssicherheit ist ja immer auf wackeligen Füßen Weil, da geht natürlich nicht so gerne der Geld für auf.
00:50:59: Aber es ist tatsächlich so und ich finde das auch ein bisschen kurios muss ich ganz ehrlich sagen Es ist kein Kuschelthema oder irgendwie Sozialclimbim oder so sondern die Gemeinschaft hat von so etwas... sehr viel, wenn wir Wohnlosigkeit vermeiden helfen, wo es nur immer geht.
00:51:16: Und das ist nicht nur das themamäßige, da geht auch weiter rüber hinaus.
00:51:19: Das kostet uns als Steuerzahler insgesamt viel mehr Menschen wohnungslos werden die das nicht sein wollen.
00:51:26: Ja.
00:51:28: Das wäre wirklich eine schöne Sache.
00:51:31: und eben dieses Weitererzählen oder vielleicht auch mal ein bisschen... Da gibt's ganz andere Blickwinkel einfach nur das zu konstatieren und vielleicht auch mitzuteilen, so was hilft im Kleinen.
00:51:42: Aber das sind so Sämchen die dann aufgehen glaube ich?
00:51:45: Ja
00:51:46: wir teilen gerne den wie man sich bei euch beteiligen kann, wie man spenden kann.
00:51:52: Die Homepage natürlich auch Information Wissen ist Macht.
00:51:57: Man kann bei euch auch ganz schön viel erfahren.
00:51:59: du bist auch immer wieder als Referent irgendwo zu sehen.
00:52:02: man sagt man möchte noch mehr darüber hören dürfen natürlich auch immer Fragen stellen hier unter dem Video.
00:52:09: Wir werden die gemeinsam vielleicht in Absprache einfach beantworten und ich habe gemerkt, Mensch, ich hatte noch so viel mehr Fragen.
00:52:16: Vielleicht wiederholen wir das irgendwann jetzt.
00:52:18: erst mal vielen, vielen Dank!
00:52:21: Danke schön, Medigo.
00:52:22: Ich bedanke mich für die Möglichkeit.
00:52:23: Es hat mir viel Spaß gemacht und ich halte es wirklich für wichtig.
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